November 17, 2006

Zwei Wochen Touri und schon viel gesehen!

In zwei Wochen schoenster Freizeit habe ich schon einiges Sehenswerte der kleinen Insel gesehen. Es standen Ausfluege nach  Pinuiwalla (Elefantenwaisenhaus), Sigirya, Dambulla, Matale, Nurwara Eliya (Horton Plains) und Ella auf dem Programm. Ausgespannt habe ich dann mit Katrin und ihren Eltern in Unawatuna. Es waren zwei wirklich schoene Wochen mit einem ganz anderen Stil des Reisens. Mit einem Fahrer durch das Land zu fahren ist einfach anders. Die restliche Zeit wird eher rucksacklastig. Da freue ich mich auch drauf.

Nun bin ich gerade wieder in Colombo, um die letzten 3 1/2 Wochen zu planen. Sicher werden Katrin und ich das Kulturelle Dreieck besuchen und den Rest der Zeit am Strand bei Yoga und Surfen verbringen. Am 2. Dezember werden wir wieder fuer ein paar Tag nach Kandy zurueckkehren, um der Verabschiedung unseres temporaeren Chefs beizuwohnen . Er tritt einen neuen Job auf den Philipinen an. Danach werden wir wahrscheinlich nach auf den Sri Pada (Adams Peak) steigen. Am 13. Dezember landen wir hoffentlich sicher in Deutschland.

November 8, 2006

Die Zeit in Kandy geht zu Ende….

das Praktikum ist es schon. Ab sofort bin ich nur noch Touri (ssi)! Die Reiseroute ist in Planung….und ich freue mich voll darauf jetzt, zu mindest einen Teil Sri Lankas kennen lernen zu dürfen. Der Norden und Osten ist ja auf Grund der angespannten politischen Lage nicht gut bereisbar.

Am Donnerstag (8.11.2006) werde ich Kandy verlassen und immer irgendwo zu finden sein. Ich werde mich bemühen, während der Reise den ein oder anderen Blogeintrag zu machen. Ihr sollt ja schließlich wissen, wo ich gerade voll entspanne J. Natürlich sind nun um so mehr Eure Kommentare auf meinem Blog und Emailaccount gefragt. Sehr willkommen sind: Neidbekundungen, Winterfrusterlebnisse, 11.11 – Eskapadenberichte, Silvesterpläne, Karnevalsvorbereitungen oder auch politische und andere Nachrichten. Eigentlich ist alles ist willkommen. Nur Mut!

Hier noch ein paar Bilder meiner Behausung der letzten drei Monate. Schön war es im Lake Bungalow, nahe des Kandy Lakes.

November 8, 2006

Ein Ausflug nach Colombo – Mount Lavina

Liebe Freunde des gepflegten Blogeintrags,

es ist nach langer Zeit wieder so weit, einen Eintrag zu machen. Letztes Wochenende haben wir in Colombo unser Visa verlängert. Anschließend ist eine heitere Truppe aus GTZ PraktikantInnen, Diplomarbeit schreibenden und natürlich tollen ASAtInnen nach Mount Lavina aufgebrochen. Es war ein chilliges Wochenende mit vielen netten Leuten, gutem Essen und langen Abenden am Strand bzw. auf der Straße (Eine netter Plausch auf der Straße, während man auf das Taxi wartet, untermalt von Radfahrlernversuchen eines Nachtschwärmers, ist in solchen Breitengraden durchaus eine gesellige Sache!) Für den Rest lasse ich einfach mal ein paar Bilder sprechen. Vielen Dank an Uli für die schöne Kollage!

…und noch eins: Ein Hoch auf den erfrischenden Saft einer King Coconut!

September 28, 2006

Die schöne Phauna Sri Lankas

Hier in Kandy gibt es eine Menge an schönen Tieren zu sehen. Eine erste Auswahl davon könnt ihr jetzt bei Flickr bewundern.
Anfang August als die Perahera in Kandy statt fand, waren auf den Straßen vor dem berühmten Umzug viele Dickhäuter unterwegs. Aber auch andere Lebewesen tummeln sich ab und an am Straßenrand, dem Stadtsee oder auch in Schlafräumen. Es fehlen bei diesen Bildern noch eine Menge Tiere (insbesondere die Affen) aber eine erste Auswahl möchte ich hier schon mal präsentieren. Viel Spaß beim Bilder Schauen.

September 27, 2006

Do not imprison your wife and child!

Diesen Ratschlag hat ein Familienvater mittleren Alters in unserem Guesthouse leider nicht beherzigt. Wir schauten gerade in unserem zweiten Wohnzimmer The Insider mit Al Pacino als eine Familie in ihren am Wohnzimmer gelegenen Raum zurückgekehrte. Es wurde gleich nach Betreten des Zimmers sorgfältig die Türe von innen verriegelt. Wir sehen auch wirklich etwas gefährlich aus! Kurz danach kam der Familienvater ohne Frau und Tochter aus dem Zimmer, schloss die Tür von außen und verriegelte sie! Hatte er Angst seine Frau und Tochter könnten mit uns reden oder wir sie zwischenzeitlich ihres Hab und Gutes entledigen oder wollte er nur besonderes fürsorglich sein? Wir wissen es nicht! Aber eines steht fest: Familienmitglieder, Freunde oder auch Mitbewohner so ihrer Freiheit zu berauben, sollte man sich nicht angewöhnen.

September 26, 2006

Ein Wochenende in Colombo: Straßenkontrollen, westliches Leben, die „international community“, Party und nicht Kandy!

Nach einem Mahjongabend mit der Mutter unseres Programmkoordinator Volker sind wir am Donnerstag Abend um 20.00 Uhr in den Intercitybus von Kandy nach Colombo gestiegen. Diese Fahrt dauerte um drei Stunden. Der Bus ist klein aber klimatisiert gewesen. Kurz vor Colombo ist der ganze Bus dann kontrolliert worden. Alle außer wir! Wir haben hier schlichtweg die falsche Hautfarbe, um gefährlich sein zu können. Selbst unseren Rucksäcken wurde keine Beachtung geschenkt. Kurz nach dem Ausstieg an der zentralen Busstation, mussten wir auf der Suche nach einem Tuctuc (gern hier auch Traischa oder Baja genannt) besagte Station umrunden, um schließlich beim selben Tuctuc-Fahrer zu landen. Während der Fahrt durch menschenleere Straßen wurden wir das zweite und dritte Mal kontrolliert. Einmal prüfte das Militär kurz den Grund unserer Fahrt anschließend wollte die gelangweilte Polizei unsere Kopien der Reisepässe nicht akzeptieren. Typisch asiatisch sagten sie aber nicht wirklich was, sondern verloren irgendwann die Lust an der Kontrolle als wir nicht nervös wurden. Nach diesem Polizeicheck steckte unserer Fahrer uns, dass die Polizisten Geld gewollt hätten. Pech! Erstmal muss man sagen, was man will, und zweitens hätten die auch von uns kein Geld gesehen. Die Vorbereitung bei ASA hat uns auf solche Situationen vorbereitet. Abgesehen davon stehen wir schon ein wenig unter dem Schutz der GTZ. Ein kurzes Intermezzo im Bistro Latino folgte.

Der Freitag morgen ging mit einem Frühstück im Lavina Café los. Köstliches dunkles Brot und echter Kaffee. Eine Deutsche führt den Laden. Wenn man schon mal in Colombo ist, kann man sich das mal gönnen. Wie schon fast üblich machten wir uns danach in den Barefoot auf. Ein Laden der sehr schöne Baumwollsachen verkauft. Von Tischdecken über Kleidung bis zum bunten Stofftier findet man hier alles, was das westliche Herz stoffliche begehrt. Sicher werde ich aus diesem Laden viele Mitbringsel rekrutieren können.

Um 14 Uhr hatten wir den Landeskundeworkshop Teil 2. Inhalt dieser Veranstaltung war das bürokratische System Sri Lankas. Eine komplizierte Katastrophe fasst es gut zusammen. Doppelte bis vierfache Verantwortlichkeiten blockieren einen vernünftigen bürokratischen Prozess. Dagegen ist unsere Föderalismusdiskussion Kindergeburtstag J. Das schlimmste ist das sich Sri Lanka nur selbst nachhaltig wird helfen. Internationals können da nicht wirklich was machen. Bevor nicht der ethnische Konflikt im Land gelöst ist, wird sich hier nichts bewegen. Traurig aber wahr. Das frustrierende Workshopthema kompensierten wir mit dem Besuch im ODEL, einem Outletstore, der eine breite Palette an Produkten, die wahrscheinlich in Sri Lanka produziert werden, führt. Meist wurde versucht, das Branding zu entfernen. Die einschlägigen Konzerne erkennt man aber noch.

Nach dem Abendessen trug es uns auf die Dächer Colombos. Die Tantrabar war unser Ziel. Die Örtlichkeit war sehr schön. Leider waren unsere Freunde von der international Community schon alle da. Naja, man hat es eben besonders in Colombo schwer Kontakt zu normalen (im Sinne von repräsentativ) Einheimischen zu bekommen. Gin-Tonic und Bier schmeckten trotzdem.

Samstag war Ausschlafen angesagt. Der klimatisierte Raum in der Luxus-WG von Katrins Freundin, Pia, ließ dies auch zu. Ein herzliches Dankeschön gilt den Damen dieser WG für die Gastfreundschaft!! Ein kleiner Shoppingbummel am Nachmittag ließ die kreativen Kräfte für die anvisierte T-Party am Abend zwar nicht explodieren; dennoch waren wir am Abend als T-uctuc-Driver und T-ouristin verkleidet anzutreffen.

Die Partygemeinde hatte sich zu meiner Überraschung zum Teil wirklich äußerst kreativ verkleidet. Von der lebensgroßen Krawatte (T-ie) über die bis ins letzte Detail durchdachten Kostümierung einer Lehrerin (T-eacher) bis zur Tsunami-Schutzhütte (T-sunami shelter) reichte der Einfallsreichtum der Gäste. Diese hatten aber teilweise bizzare Persönlichkeiten. Weder der Arbeitgeber (GTZ, ABS, Berghof Institut oder die Sparkassenstiftung etc.) noch das Alter (22 – ca. 50) war ein Indikator für Sympathie oder Antipathie. Wie auf jeder Party streute sich das Spektrum von schwer zu ertragen bis wirklich sympathisch. Dennoch konnte man allzu leicht vergessen, wo man sich befand. Wahrscheinlich normal in der Branche aber sicher nicht wünschenswert. In einem noblen Haus irgendwo in Colombo vergisst man doch schnell, was dieses Land eigentlich prägt. Kurz vor dem Ende der Party wurde ich dann noch in der Küche mit meinem Spitznamen konfrontiert. In Sri Lanka tausende Kilometer von „good old germany“ entfernt, weiß plötzlich jemand meinen Spitznamen. Herzlichen Dank Herr Müller für diese ErfahrungJ! Sei froh, dass Du nur netten jungen Damen über mich erzählt hast.

Sonntag haben wir in der WG gefrühstückt bevor es dann zum Jazzbrunch ins Barefoot ging. Ein Jazzquartett spielte sehr solide Jazzstandards aller Art. Die Expat-Gemeinde war auch wieder da. Wieder in Kandy zu sein, war nach der Busfahrt am Abend in doppelter Hinsicht sehr erfrischend. Es war kühler und irgendwie mehr Sri Lanka. Gut, dass wir in Kandy arbeiten!
Bilder dieses Wochenendes findet ihr hier

August 29, 2006

Kleines Abkürzungswirrwarr…ähhh -lexikon

Liebe Freunde,

für den Fall, dass ich zu Hause nur noch in Abkürzungen spreche, hier die wichtigsten Abk. meiner Zeit in Kandy:

EZ (Entwicklungszusammenarbeit)

GTZ (Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit)

ESSP (Economic Strategy Support Programme)

Nucleus (keine Abkürzung:) Teil der ersten Komponente bei ESSP. Nucleus versucht über das Kammersystem die Begingungen für die Unternehmer zu verbessern

PACA (Participatory Appraisal of Competitive Advantage)

LOCA (Local Competitive Advantage): PACA darf in Sri Lanka nicht PACA heißen, da es eine falsche Assoziation (Ich glaube, es heißt kleiner Schwanz) im singhalesischen aufkommen lässt. Neuer Name und auch eine leichte inhaltlich Abänderung war die Folge. Teil der zweiten Komponente bei ESSP.

LRED (Local and Regional Economic Development)

SME (Small and media enterprises)

Alles klar? Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung!

August 13, 2006

Ankunft in Sri Lanka

Den Flug genossen wir im stark unterkühltem Flugzeug und bestem Platzangebot :( in der Economy Class. Zwei andere GTZ-Praktikanten flogen mit uns im selben Flieger. Diese, Uli und Martin, werden die nächsten drei Monate in einem Projekt (NIAAT) in Colombo ihre Zeit verbringen. Unsere Wege trennen sich am internationalen Flughafen Colombos, aber sie sollten sich bald wieder kreuzen.

Gamini, einer der Fahrer des ESSP Büros in Kandy, holte uns in einem großen weißen GTZ Toyota Land Cruiser ab. Die GTZ kleckert halt nicht, sie klotzt! Die Fahrt nach Kandy dauerte drei Stunden und wurde nur einmal durch einen Halt unterbrochen. Gamini kaufte uns Rambutan. Das sind Früchte, die von außen wie Esskastanien und innen wie Lychees aussehen. Schmecken tun sie überraschenderweise auch nach Lychees. Auf der Strecke tauchte dann plötzlich der erste Dickhäuter auf einem LKW auf. Das gute Tier war auf dem Weg zur Perahera in Kandy. Freude bereitete ihm/ihr die Fahrt irgendwie nicht wirklich, obwohl die Straße die best ausgebauteste Sri Lankas ist. Komisch, oder ;) ? Das Foto zeigt den merkwürdigen Transport.

In Kandy angekommen trafen wir den GTZ Koordinator für das ESSP Projekt bei ihm zu Hause. Nach kurzen Einführungsgespräch und Kaffee & Kuchen, ging es in die Übergangsunterkunft, das Devon Rest. Keine wirklich zu empfehlende Adresse, es sei denn man möchte in Kandy traditionell heiraten. Für solche Anlässe schein es geeignet. Zumindest, wenn man nach Anzahl der Hochzeiten geht, die dort begangen werden

Unser Abendessen genossen wir beim – wie wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten konnten- teuersten Chinesen (Flower Song) der Stadt. Trotzdem zahlten wir noch nicht 7 € für die Mahlzeit.

Der erste Tag in Sri Lanka endete für mich danach früh unter meinem Moskitonetz, denn am nächsten Tag stand schon der erste Arbeitstag an.

August 6, 2006

Mein erstes Blog

Hallo Ihr,

ein Fan von den Dingern bin ich noch nicht. Aber vielleicht kommt das noch. Wir werden sehen. Bald werde ich hier ein paar nette Photos und einen kleinen Erfahrungsbeicht einfuegen.

Hier nur erstmal: Ich bin in Kandy mir geht es gut und es bleibt weiter spannend.

Bald mehr!

Eurer Iskander